PUBLIKATIONEN

MATERIALIEN ZUR TEXTILWIRTSCHAFT SCHRIFTENREIHE DES FACHVERBANDS HANFTEXTILIEN E.V.

Alle vom Fachverband Hanftextilien entwickelten Materialien für den Unterricht orientieren sich am Konzept und Arbeiten des Vereins.

Bildungshefte über Industriehanf:

Die Bedeutung von Bildungsheften zum Thema Industriehanf kann nicht genug betont werden. Sie sind entscheidend, um das Bewusstsein für Hanf als vielseitige und regionale Rohstoffquelle in der Landwirtschaft und Textilökonomie zu schärfen. Diese Materialien bieten umfassende Informationen und unterstützen sowohl die Allgemeinheit als auch spezifische Bildungsinstitutionen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und die nachhaltigen Vorteile von Hanf zu erkennen.

Wissenslücken schließen:

Durch die jahrzehntelangen Verbote und damit einhergehenden Forschungseinschränkungen existieren beträchtliche Wissenslücken in Bezug auf die Technologie und Prozesse der Hanfverarbeitung. Bildungshefte und andere Materialien können dazu beitragen, diese Lücken zu schließen, indem sie detaillierte Informationen über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Industriehanf liefern. Diese Informationen sind nicht nur für Landwirte und Verarbeiter, sondern auch für Unternehmen in verschiedenen Branchen von Bedeutung.

Förderung des Bewusstseins:

Bildungsmaterialien über Industriehanf können das Bewusstsein für die zahlreichen positiven Eigenschaften dieses Rohstoffs erhöhen. Sie erläutern die ökologischen Vorteile, wie die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und den geringeren Wasserverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Textilfasern. Darüber hinaus können sie helfen, die rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen zu verstehen und den Weg für eine breitere Akzeptanz und Nutzung von Hanfprodukten zu ebnen.

Zukunft gestalten:

Es ist entscheidend, dass Bildungsträger wie Universitäten und Schulen die positiven Auswirkungen von Industriehanf auf Klima und Umwelt in ihre Lehrpläne integrieren. Die Schülerinnen und Schüler von heute sind die Entscheidungsträger von morgen, die unsere Umwelt und Gesellschaft gestalten werden. Indem sie über die vielseitigen und zukunftsträchtigen Möglichkeiten von Industriehanf informiert werden, können sie nachhaltige und bewusste Entscheidungen treffen, die positive Auswirkungen auf unsere Welt haben.

Bildungsmaterialien

Verfügbare Themen in der Schriftenreihe:

Nachhaltigkeit des Hanfanbaus:

  1. Nachhaltigkeit des Hanfanbaus

Eine umfassende Analyse der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Hanfanbaus. Dieses Dokument zeigt auf, wie Hanf zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen, zum Wasserschutz und zur Förderung der Biodiversität beitragen kann.

Hanf als Alternative zu konventionellen Materialien in der Textilindustrie:

  1. Hanf als Alternative zu konventionellen Materialien in der Textilindustrie

Eine Lebenszyklusanalyse, die den Umweltfußabdruck von Hanffasern im Vergleich zu Baumwolle und synthetischen Fasern untersucht. Dieses Dokument zeigt, wie der verstärkte Einsatz von Hanffasern zu erheblichen CO2-Einsparungen und einer Reduzierung des Wasserverbrauchs führen kann.

Wirtschaftliche Potenziale des Hanfanbaus für ländliche Gemeinden:

  1. Wirtschaftliche Potenziale des Hanfanbaus für ländliche Gemeinden

Dieses Dokument untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen des Hanfanbaus auf ländliche Gemeinden. Sie zeigt, wie Hanf Arbeitsplätze schaffen und die lokale Wirtschaft ankurbeln kann, insbesondere in Regionen mit begrenzten landwirtschaftlichen Möglichkeiten.

Innovationen in der Hanfverarbeitung:

  1. Innovationen in der Hanfverarbeitung

Dieses Dokument beleuchtet die neuesten Entwicklungen in der Hanfverarbeitung und zeigt, wie innovative Technologien und Anwendungen den Wert und die Vielseitigkeit von Hanffasern weiter steigern können.

Industriehanf Basiswissen für Politik & Lobby

Industriehanf Basiswissen für Landwirte

Hanfanbau in der EU hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und trägt zu verschiedenen Umweltzielen bei. Hier sind einige wichtige Aspekte und Informationen zu diesem Thema:

  1. Flächenwachstum und Ertragssteigerung: Zwischen 2015 und 2019 hat sich die Hanfanbaufläche in der EU von 19.970 Hektar auf 34.960 Hektar erhöht, was einem Anstieg von 75% entspricht. In diesem Zeitraum stieg die Hanfernte von 94.120 Tonnen auf 152.820 Tonnen, ein Anstieg um 62,4%. Frankreich führt die Hanfproduktion in der EU an, gefolgt von den Niederlanden und Österreich.
  2. Umweltauswirkungen: Hanf spielt eine wichtige Rolle im Rahmen des europäischen Grünen Deals. Ein Hektar Hanf kann zwischen 9 und 15 Tonnen CO2 binden, ähnlich wie ein junger Wald. Die Pflanze hilft auch bei der Fruchtfolge, reduziert Bodenerosion durch natürliche Bodenbedeckung und bietet Lebensraum und Nahrung für Tiere.
  3. Regulierungen und Anforderungen: Hanf, der für industrielle Zwecke angebaut wird, enthält einen sehr geringen THC-Gehalt und wird nicht zur Herstellung von Medikamenten verwendet. Es gibt spezifische Regelungen für den Anbau und die Einfuhr von Hanf in der EU, einschließlich der Anforderung an Hanfsamen, die den THC-Gehalt von 0,3% nicht überschreiten dürfen. Alle Hanfeinfuhren unterliegen einer Einfuhrlizenzregelung gemäß EU-Verordnung.
  4. Unterstützung durch die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP): Hanfbauern können im Rahmen der GAP flächenbezogene Direktzahlungen beantragen, unter der Bedingung, dass sie zertifiziertes Saatgut verwenden und die THC-Grenzwerte einhalten. Einige EU-Mitgliedstaaten bieten auch fakultative gekoppelte Stützungen für den Hanfanbau an.
  5. Verwendungszwecke von Hanf: Hanffasern finden vor allem in der Textilindustrie Anwendung. Die EU fördert die Entwicklung nachhaltiger Textilien und innovative Wirtschaftsmodelle, die auf Kreislaufwirtschaft basieren.
  6. Internationale Dimensionen und Rechtsgrundlagen: Der Hanfanbau und -handel in der EU werden durch eine Vielzahl von EU-Verordnungen und Richtlinien geregelt, um die Einhaltung der internationalen Verpflichtungen sicherzustellen und den legalen Anbau zu fördern.

Insgesamt zeigt der Hanfanbau in der EU eine zunehmende Bedeutung als nachhaltige Agraraktivität, die Umweltvorteile bietet und durch spezifische rechtliche Rahmenbedingungen unterstützt wird, um Qualität und Sicherheit zu gewährleisten.